U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) für Ihr Gebäude bestimmen
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Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) beziffert, wie viel Wärme pro Quadratmeter und pro Kelvin Temperaturdifferenz durch ein Bauteil hindurchgeht. Einheit: W/(m²·K). Je niedriger der Wert, desto besser dämmt das Bauteil. Der U-Wert ist die zentrale Kenngröße sowohl für die GEG-Bewertung als auch für die Heizlast-Berechnung und damit für die Auslegung jeder Heizung.
Wenn mehr als 10 % einer Bauteilfläche saniert werden, gelten die maximalen U-Werte nach GEG Anlage 7:
Außenwände: ≤ 0,24 W/(m²·K)
Dächer / oberste Geschossdecke: ≤ 0,20 W/(m²·K)
Kellerdecke (zu unbeheiztem Keller): ≤ 0,30 W/(m²·K)
Fenster: ≤ 1,30 W/(m²·K)
Türen: ≤ 1,80 W/(m²·K)
Wer die BAFA-Förderung (BEG EM) für die Hülle nutzen will, muss deutlich strengere U-Werte erreichen:
Außenwände: ≤ 0,20 W/(m²·K) (statt 0,24)
Dächer: ≤ 0,14 W/(m²·K) (statt 0,20)
Fenster: ≤ 0,95 W/(m²·K) (statt 1,30)
Einfachverglasung: ca. 5,8 W/(m²·K)
Isolierglas (1980er): ca. 2,8 W/(m²·K)
Wärmeschutzverglasung (heute Standard): 1,1–1,3 W/(m²·K)
Unsanierte 24-cm-Mauerwerks-Wand: 1,2–1,8 W/(m²·K)
Mit 14 cm WDVS gedämmte Wand: 0,2 W/(m²·K)
Wärmebrücken, Luftundichtigkeiten und Feuchte können den realen Wärmeverlust eines Bauteils um 20–40 % über den rechnerischen U-Wert heben. Eine Thermografie-Aufnahme zeigt das.
— BBSR-Studie zur Bauteilqualität im Bestand
Mehr zu den Konsequenzen für Sanierungsstrategien im Sanierungs-Leitfaden.
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