Heizlast für Ihr Gebäude bestimmen
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Die Heizlast (auch Norm-Heizlast) gibt die Leistung in kW an, die ein Gebäude bei Normaußentemperatur am Standort benötigt, um die definierten Raumsolltemperaturen zu halten. Sie ist die zentrale Kenngröße für die korrekte Dimensionierung von Heizungssystemen — vor allem von Wärmepumpen, bei denen Über- oder Unterdimensionierung die JAZ empfindlich verschlechtert.
Die normgerechte Heizlast-Berechnung erfasst raumweise: Transmissionsverluste durch Außenbauteile (U-Werte), Lüftungsverluste, Wärmebrücken und ein Wiederaufheiz-Aufschlag. Die Norm-Außentemperatur ist standortabhängig (z. B. Berlin −12 °C, München −16 °C, Hamburg −10 °C).
Faustformel "100 W/m²": grobe Überdimensionierung im Bestand, oft 30–50 % zu hoch
Verbrauchs-basiert: aus Erdgas-Jahresverbrauch und Heizgrad-Tagen — gut für die Vorabprüfung
Norm-Heizlast (DIN EN 12831): raumweise Berechnung — Pflicht für KfW-Förderung
Effizienzhaus 55 (EFH): 4–6 kW
Saniertes EFH (Bj 1990, Standard-Sanierung): 6–9 kW
Unsanierter Altbau (Bj 1960): 14–22 kW
Reihenmittelhaus saniert: 3–5 kW
Eine um 30 % zu groß ausgelegte Wärmepumpe taktet permanent — die JAZ kann von 3,8 auf 2,9 fallen. Die Förderung ist gefährdet, die Stromkosten explodieren.
— Fraunhofer ISE Wärmepumpenmonitoring
Die richtige Auslegung gehört zwingend in die Hand eines Energieeffizienz-Experten. Mehr zur Eignungsprüfung im Altbau im Magazinartikel Wärmepumpe im Altbau — Eignung & Förderung.
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