Effizienzhaus für Ihr Gebäude bestimmen
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Das KfW-Effizienzhaus ist der zentrale Qualitätsstandard für besonders energieeffiziente Gebäude in Deutschland. Die Zahl hinter "Effizienzhaus" gibt an, wie viel Primärenergie das Gebäude im Vergleich zu einem Referenzgebäude nach Gebäudeenergiegesetz benötigt: Ein EH 55 verbraucht nur 55 % des Referenzwerts. Je niedriger die Zahl, desto besser.
EH 40: höchster Standard für Neubau-Förderung (z. B. KfW 297/298 mit EE-Klasse), Top-Förderung
EH 55: Standard für Sanierungen, KfW 261/262 — gut förderbar
EH 70: wirtschaftlicher Sweet-Spot bei Sanierung — oft sinnvoller als EH 55
EH 85: niedrigste KfW-Förderstufe für Sanierungen
EH Denkmal: Sonderstufe für denkmalgeschützte Gebäude und Bauten in Erhaltungssatzung
Primärenergiebedarf (Q_p): inkl. aller Energieverluste in Erzeugung, Umwandlung und Transport
Transmissionswärmeverlust (H_T'): Wärme, die durch Außenwände, Fenster, Dach und Boden entweicht
Beide Kennwerte müssen die Stufenanforderung erreichen. Ein Gebäude mit niedriger Primärenergie aber schlechter Hülle (z. B. PV + alte Fenster) wird keine Effizienzhaus-Stufe erhalten.
Die Sanierung zum Effizienzhaus läuft über die KfW-Programme 261 (Kredit) und 262 (Zuschuss). Tilgungszuschuss bis zu 25 % bei EH 40 EE, abnehmend bis EH 85. Die Heizung selbst wird separat über KfW 458 gefördert.
EH 70 wird häufig für die wirtschaftlich optimale Sanierung angestrebt: doppelt so hohe Förderung wie EH 85, geringere Mehrkosten als EH 55, alle Anforderungen mit vertretbarem Planungsaufwand erreichbar.
— KfW-Praxisleitfaden Sanierung
Welche Stufe sich bei Ihrem Gebäude wirtschaftlich rechnet, prüft der iSFP eines BAFA-Energieberaters. Mehr im Sanierungs-Leitfaden.
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