Vorlauftemperatur für Ihr Gebäude bestimmen
Unsere zertifizierten Energieberater nehmen Ihr Objekt auf und liefern eine belastbare Bewertung — Grundlage für jede sinnvolle Sanierungs- oder Förderentscheidung.
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Wassers, mit der die Heizung ihre Heizflächen versorgt. Sie wird von der Heizkurve (Außentemperatur-abhängige Regelung) bestimmt und ist die wichtigste Stellschraube für die Effizienz: pro 5 °C niedrigere VL-Temperatur sinken die Heizverluste merklich, die JAZ einer Wärmepumpe steigt um etwa 0,3 Punkte.
30–35 °C: Fußboden- oder Wandflächenheizung in Effizienzhaus-Niveau
35–45 °C: große Heizkörper im sanierten Altbau
45–55 °C: Niedertemperatur-Heizkörper, Wärmepumpe-tauglich
55–65 °C: typischer 1990er-Bestand mit Brennwerttherme
70 °C und höher: alte Heizkörper im unsanierten Altbau, NT-/Konstanttemperatur-Kessel
Eine Wärmepumpe braucht für JAZ ≥ 3,0 zwingend eine VL-Temperatur unter 55 °C bei Auslegungstemperatur. Eine Brennwerttherme kann nur Kondensationswärme nutzen, wenn der Rücklauf unter ca. 55 °C bleibt — also die VL-Temperatur unter 65 °C.
Heizkurve absenken: Steilheit + Niveau in der Heizungsregelung schrittweise senken (1–2 K pro Woche)
Hydraulischer Abgleich: siehe hydraulischer Abgleich
Heizflächen vergrößern: Niedertemperatur-Heizkörper, Wandheizung, Fußbodenheizung nachrüsten
Hülle dämmen: verringert Heizlast → niedrigere VL-Temperatur reicht
Thermostatventile prüfen: moderne Niedrig-kv-Ventile reagieren feiner
Pro 5 K niedrigere Vorlauftemperatur spart eine Brennwertheizung etwa 1–2 % Brennstoff, eine Wärmepumpe gewinnt 0,3 JAZ.
— Fraunhofer-Studien zur Heizungsoptimierung
Eine systematische Optimierungsanleitung mit Spar-Potential bis 15 % finden Sie im Magazinartikel Heizungsoptimierung — 15 % sparen.
Sie möchten dieses Thema auf Ihr Gebäude anwenden? Kostenfreie Erstberatung anfragen — BAFA-zertifizierte Energieberater von e-nergio prüfen Ihr Objekt und erläutern, welche Maßnahmen und Förderungen für Sie konkret in Frage kommen.