COP (Coefficient of Performance) für Ihr Gebäude bestimmen
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Der COP (Coefficient of Performance) ist die in der Norm EN 14511 definierte Momentanleistungszahl einer Wärmepumpe — gemessen unter genau einer Temperaturkombination im Labor. Er beziffert das Verhältnis aus abgegebener Heizleistung zur aufgenommenen elektrischen Leistung in genau diesem Betriebspunkt.
A2/W35: Außenluft 2 °C / Vorlauf 35 °C — Auslegungspunkt für Luft-WP mit Fußbodenheizung
A7/W35: Außenluft 7 °C / Vorlauf 35 °C — günstigster, oft beworbener Bestpunkt
A−7/W35: Außenluft −7 °C / Vorlauf 35 °C — kritischer Tiefpunkt im Winter
B0/W35: Sole 0 °C / Vorlauf 35 °C — Standard für Erdwärmepumpen
W10/W35: Wasser 10 °C / Vorlauf 35 °C — Grundwasser-Wärmepumpe
Hersteller bewerben gerne den COP bei A7/W35 (z. B. 4,8). Im realen Betrieb mit Außentemperatur-Schwankungen, Abtauzyklen, Hilfsstrom für Pumpen und Regelung erreicht die JAZ nur etwa 65–75 % dieses Bestwerts. Faustregel: realistisch JAZ ≈ COP × 0,7.
Mindestens A−7/W55 muss angegeben sein — sonst keine Aussage zur Wintertauglichkeit
SCOP (saisonaler COP) nach EN 14825 ist aussagekräftiger als Punkt-COP
Schallleistungspegel L_WA muss mit angegeben sein (relevant für KfW 458 ab 2026)
ERP-Label A++ oder A+++ für Wohngebäude
Ein COP von 5,0 bei A7/W35 sagt wenig über die Heizperiode in Berlin aus — verlangen Sie immer den COP bei A−7/W55 für eine ehrliche Einschätzung.
— Verbraucherzentrale Bundesverband
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